Nach Schweden auswandern – Chrissy im Interview

Warum hast du dich für einen Umzug nach Schweden entschieden?

Wir sind aus vielen Gründen nach Schweden gekommen. Zum Einen war es uns in Deutschland zu eng, zu laut, es ist zu viel Verkehr, es wird zu wenig Rücksicht unter den Menschen genommen und in der Region, in der wir lebten, sahen wir keine Perspektiven. In Schweden haben wir genau das, was wir vermisst haben: Natur, Weite, Ruhe, gute Luft und die Kinder sind glücklicher denn je.

Wie hat dich das Leben in Schweden verändert?

Ich bin autoimmunerkrankt, was mein Wohlbefinden in Deutschland stark beeinträchtigte. Seitdem wir hier sind, bin ich wesentlich ruhiger geworden. Ich schlafe tatsächlich besser, fühle mich seltener gestresst, bin viel mehr und viel lieber draußen als früher und habe weniger Tage, an denen ich mich am liebsten vergraben will.

Was hättest du gerne gewusst, bevor du nach Schweden gezogen bist?

Im Moment eigentlich nur, dass Corona kommt und mich bzw uns dazu verdammt, zu Hause zu sitzen und abwarten zu müssen. Wir haben geplant und kalkuliert, aber das konnten wir nicht voraussehen…

Wenn du etwas an Schweden ändern könntest, was wäre das?

Was ich an Schweden ändern würde. Gute Frage. Vielleicht würde ich bürokratische Hürden für Ausländer ein wenig herabsetzen. Ich dachte, es würde ein wenig schneller gehen, den Zugang zur PN und den damit verbundenen Annehmlichkeiten zu erlangen. Zumal wir alle Unterlagen nach typisch deutscher Manier gut sortiert dabei hatten.

Was ist der größte Unterschied zwischen Deutschland und Schweden?

(Ich spreche jetzt nur für die Region Deutschlands, in der wir zu Hause waren. Das war auf der Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern.)
Für mich eindeutig die Menschen. Wir wurden bei sämtlichen Anmeldungen sehr herzlich behandelt und beraten. Auch beim Einkaufen wird man immer mal in Gespräche verwickelt. Auch die schwedischen Nachbarn sind alle superlieb. Und dennoch wird die Distanz gewahrt. Nicht zu viel, aber definitiv nicht zu wenig. Finde ich super. Es tut nicht weh, ein bisschen freundlicher zu seinen Mitmenschen zu sein.

Und zum Schluss, was würdest du anderen raten die mit dem Gedanken spielen nach Schweden umzuziehen?

Man sollte sich genau überlegen, ob man damit klar kommt, eben nicht gleich Anschluss zu finden. Gerade im ländlichen Bereich bleibt man lieber unter sich. Es ist nicht unmöglich, aber meiner Erfahrung und dem nach, was ich von anderen Auswanderern gehört habe, auch nicht unbedingt üblich. Die Kinder haben jedoch schnell Anschluss in der Schule gefunden und kommen super zurecht.

Ein weiteres Plus ist natürlich, wenn man die Sprache lernt und auch zeigt, dass man sie lernen will. Englisch hilft oft weiter, wenn man noch nicht gut Schwedisch spricht. Der Wille zählt.

Und zu guter Letzt: flexibel sein! Nicht auf den erlernten Beruf und Zertifikate pochen. Wir sehen es jetzt, in Zeiten von Corona, selbst, dass man offen für alles sein sollte und alles lernen kann, wenn man will.

Schaut mal auf Chrissy's Instagram vorbei und lasst euer Follow da =)

Habt Ihr Lust noch ein Auswanderer Interview zu lesen? Dann schaut doch auch bei Anna‘s Interview vorbei.

Published by Marco Strong

Marco & Elias - Inspiring the world for Stockholm 🇸🇪

2 thoughts on “Nach Schweden auswandern – Chrissy im Interview

  1. I don’t speak German or understood the language this article was written in, but I certainly enjoyed the positive looking photos in between. 🌹🙏🏻

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