Nach Schweden auswandern – Road-Cafe in Schweden eröffnen

Ronnie & Linda im Interview – Teil 1

Hallo Ronnie und Linda, stellt euch doch bitte kurz den Lesern vor.

Ich bin Linda, 54 Jahre alt und komme aus der Schweiz (Luzern). Ich arbeite zurzeit noch im Verkauf an einer Tankstelle, möchte jedoch den Rest meines Lebens selber in die Hand nehmen und neue Wege gehen.

Ich bin Ronnie, 51 Jahre alt und komme wie meine Frau Linda aus Luzern. Meine letzten Tage als Teamleiter Fahrdienst bei einem Öffentlichen Busunternehmen sind gezählt. Ich verlasse zusammen mit meiner Frau die Komfortzone und möchte ebenfalls den Rest des Lebens selber bestimmen können.

Wann hattet ihr die Idee auszuwandern und warum Schweden?

Anfänglich hatten wir die Idee in einem Umgebauten LKW mit Wohnaufbau zu Leben. Den LKW hatten wir zusammen realisiert und dementsprechend umgebaut. Im letzten Jahr nahmen wir uns eine Auszeit von 10- Wochen und fuhren los Richtung Schweden. In Schweden verbrachten wir fast vier Wochen unserer Zeit.
Auf einem Camp eines Schweizer Auswanderers hatten wir gegen Kost und Logi’s, wobei wir in unserem LKW wohnten, gearbeitet. In dieser Zeit öffneten sich unsere Herzen für Schweden. Bei der Weiterreise wurde uns langsam bewusst, dass uns das Camper leben auf kleinsten Raum zwar sehr gefällt, uns jedoch einen festen Lebensmittelpunkt fehlen würde. Auch auf das Arbeiten möchten wir nicht verzichten, nur sollte das ganze zukünftig selbstbestimmend sein. Im Anschluss an die 10-Wöchige Reise verkauften wir unser LKW und wussten, dass wir den Rest des Lebens gerne in Schweden verbringen möchten.

Warum zieht es euch gerade nach Dalarnas Lan?

Im November 2019 hatte ich über Facebook eine Annonce gesehen wo jemand ein Haus mit Café-Restaurant- Logi in Nornäs verkaufen wollte. Ich hatte hinter dem Rücken meiner Frau spontan nachgefragt. Ein zwei Tage später unterbreitete ich das Ganze meiner Frau. Wenig begeistert meinte sie, dass wir das vor Ort anschauen sollten. Da wir sowieso den Winter kennenlernen wollten, konnten wir uns gemeinsam auf einen Schweden Kurzurlaub einigen. Ich Organisierte die Flüge so wie ein Mietwagen für die dritte Dezember Woche. Schon beim Hochfahren durch die traumhafte Landschaft Dalarnas, hatten wir das Gefühl nach Hause zu kommen. Nach einer Besichtigung des Objekts zeigten wir grundsätzlich mal Interesse. Wir zwei hatten die Tage viel Gesprächsstoff und blühten förmlich in Ideen auf. Und jetzt? Wie weiter? Unser ganzes Kapital ist gebunden und kann nicht sofort freigestellt werden.
Wir sagten uns; «Wenn es sein muss, dann muss es sein. Wenn nicht, dann eben nicht».

Wir konnten uns am Vorabend der Rückreise mit der Verkäuferschaft einigen. Mit viel Ungewissheit und voller Ideen, Reisten wir zurück in die Schweiz. «Und es musste sein».
Alles was wir bei diesem Projekt angehen klappt auf anhieb, es scheint als öffnen sich alle Türen und Tore.
Der Kaufvertrag wurde unterschrieben und mit ihm ein neues Kapitel für unser Leben geöffnet.

Ihr habt euch entschieden ein «Road-Cafè» zu eröffnen, wie kam die Idee?

Als alles unter Dach und Fach war, analysierten wir das bestehende Konzept. Wir kamen auf den Entschluss, dass ein neues Konzept mehr Möglichkeiten bieten würde. Da das Haus an der Strasse steht, kam mir spontan der Name «Indian Road-Café» in den Sinn. Die ersten Logo Entwürfe machte ich auch gleich dazu. Warum Indian? Weil wir im Sommer Motorradfahrer anziehen möchten und wir selber eine Indian Fahren. Wir stellten jedoch fest, dass mit Indian nur eine Zielgruppe angesprochen würde. Es folgten deshalb weitere Namensanpassungen und Entwürfe. Letztendlich wurde das «Road-Café Nornäs» geboren. Die Webdomain wurde als Road-Cafe.com und Road-Cafe.se registriert.
Was Steckt hinter der Idee? Tja dass verraten wir euch zu einem späteren Zeitpunkt in einem weiteren Interview.

Was sagt deine Frau? Steht Sie hinter dem Vorhaben oder ist Sie der Bedenkenträger?

Anfänglich hatte Sie Vorwände, und ich war eher der Treiber. Heute muss ich feststellen, dass Sie diejenige ist die Sprudelt vor Ideen und am liebsten schon alles umgesetzt haben möchte. Dadurch dass wir in Nornäs einige tolle Leute kennenlernen durften, fällt uns der Wegzug aus der Schweiz leichter.

Was gefällt dir an Schweden am meisten?

Die Ruhe und Gelassenheit der Schweden. Die teils unberührte Natur und die Distanzen so wie die Offenheit der Menschen.

Könntest du uns über den Prozess des Hauskaufs verraten? Wie war der Ablauf?

Der Hauskauf lief letztendlich über einen Makler was ich nur empfehlen kann. Dieser lies das Haus prüfen auf Mängel und lies dazu ein Protokoll erstellen. Wir leisteten eine Anzahlung von 10% der Kaufsumme und handelten einen Termin für die Restzahlung aus. Die Verträge wurden uns letztendlich zur Unterschrift zugestellt wobei wir 2 Personen benötigten die Bestätigten, dass wir auch wir sind.

Welche Schwierigkeiten gab es beim Hauskauf?

Da die Verträge sowie das Protokoll der Mängel auf Schwedisch waren, benötigten wir eine Person, die uns das ganze übersetzte und uns erklärte. Für all das hatten wir jemanden die das gegen Entgelt machte. Trotz Schwedisch-Kursen reicht dies leider um Verträge zu verstehen nicht.

Welchen Tipp würdest du Schweden-Auswanderern mit auf den Weg geben?

Ich denke man muss von seinem Vorhaben vollumfänglich überzeugt sein, der Partner oder die Partnerin ebenso.
Es ist ein grosser Schritt, der wohl überlegt sein sollte. Lasst euch nicht über den Tisch ziehen beim Haus oder Land Kauf. Am besten zieht ihr eine neutrale Person bei, die sich in Schweden auch mit den ganzen Gesetzten und Gepflogenheiten auskennt. Eine gute Planung ist ebenfalls das A und O. Und als letztes, lernt vorab Schwedisch so dass ihr wenigstens über Grundkenntnisse der Schwedischen Sprache verfügt.

Wo können Leute mehr über dich erfahren und deinem Auswandererleben in Dalarna Lan weiter verfolgen?

Unter http://www.road-cafe.se oder http://www.road-cafe.com so wie im FaceBook unter Road-Café Nornäs

Vielen Dank für das Interview Ronnie!

Habt Ihr Lust noch ein Auswanderer Interview zu lesen? Dann Klickt hier

Published by Marco Strong

Marco & Elias - Inspiring the world for Stockholm 🇸🇪

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