Vad säger du? – Schwedisch für Anfänger

Nach Schweden auswandern – Anna im Interview Teil 2


Wie bist du auf die Idee gekommen schwedisch zu lernen?

Mir hat die Sprache gefallen, als ich letztes Jahr dort Urlaub gemacht hatte. Ich fand die Sprache so melodisch und einfach schön. Mir war zwar zu dem Zeitpunkt nicht bewusst, dass ich irgendwann auswandern möchte, aber ich dachte mir für meine zukünftigen Urlaube ist es nicht schlecht die Sprache ein wenig zu beherrschen. Und nachdem mein Flieger dann wieder in München gelandet ist, habe ich mich direkt bei einem Sprachkurs angemeldet.

Ist es denn schwer diese Sprache zu lernen?

Ich finde diese Frage ist schwer zu beantworten, denn jeder bringt andere Voraussetzungen mit. Ich persönlich finde die Sprache an sich nicht so schwer zu lernen, aber die Grammatik. Wenn man die Grammatik verstanden hat und einen gewissen Grundwortschatz kennt, kann man gut kommunizieren. Außerdem gibt es relativ viele parallelen zur deutschen Sprache, deshalb wars vielleicht nicht so schwer, wie zum Beispiel italienisch. Allerdings sagen meine Freunde, dass ich sprachbegabt sei und ich wollte auch unbedingt schwedisch lernen. Das hat mich auch mehr motiviert, als bei den Sprachen bisher.

Wie lange hast du gebraucht, um die Sprache gut zu beherrschen?

Von beherrschen ist noch keine Rede. Ich lerne jetzt seit 7 Monaten und kann fließend sprechen. Das heißt aber nicht, dass ich alle Wörter kenne und dass ich fehlerfrei spreche. Ich habe immer noch Probleme mit der Grammatik und muss hin und wieder länger darüber nachdenken, wie ich jetzt antworte. Ich könnte zum heutigen Zeitpunkt kein Referat über die schwedische Politik oder Wirtschaft halten 😉 dazu brauche ich noch Zeit. Aber ich kann mich unterhalten und Gespräche führen. So „richtig“ schwedisch, denke ich, lernt man tatsächlich erst vor Ort, wenn man gar keine andere Möglichkeit hat, als schwedisch zu sprechen. Deshalb: mit viel, sehr viel Engagement lernt man innerhalb von einigen Monaten fließend zu sprechen, aber nicht perfekt.

Welche Lehrmethode ist sinnvoll? Kurs oder App?

Das ist auch wieder individuell zu sehen. Manche mögen lieber nur mit einer App lernen, manche lieber nur im Kurs. Ich habe beides gewählt. Ich mache einen Mix aus App und Kurs. Zweimal wöchentlich mache ich einen Sprachkurs und täglich übe ich mit der App von Babbel. Somit bleibe ich am Ball und lasse meine Fortschritte nicht schleifen.

Was machst du sonst noch um die Sprache zu lernen? Hast du Tipps?

Ich habe zusätzlich zum Kurs und zu Babbel noch mehrere Apps, die ich nutze. Auf Spotify höre ich Podcasts in schwedischer Sprache oder Lieder (es gibt übrigens wunderschöne schwedische Lieder! Viel zu schade, dass man die in Deutschland nicht hört!). Außerdem höre ich über Bookbeat schwedische Hörbücher und lese auch schwedische Bücher. Es gibt auch die App svt oder svtbarn. Svt ist eine Nachrichtenapp, svtbarn ist eine Kinderapp, auf der Beispielsweise Pippi Langstrumpf gezeigt wird. Da lässt sich beides verbinden: Kindheit und die neue Sprache 😉

Ich schreibe, spreche, telefoniere aber auch oft mit Schweden, sodass ich auch da immer einen schwedischen Austausch habe!

Auf Facebook lese ich auch schwedische Nachrichten. Da gibt es ja genügend Auswahl und man kann sich auch frei entscheiden, für welche Kategorie man sich interessiert.

Zu meinem Glück habe ich auch in meiner Klasse schwedische Schüler, mit denen ich zwar schwedisch spreche, sie antworten mir aber immer auf deutsch. Ja, die Kinder eben. Aber da sie immer das antworten, was ich hören möchte, gehe ich davon aus, dass sie mich verstehen.

Mit deren Eltern zu sprechen ist dann doch einfacher: die antworten nämlich auch auf schwedisch 😉

Hier Teil 1 des Interviews – Nach Schweden auswandern – Anna im Interview

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Published by Marco Strong

Marco & Elias - Inspiring the world for Stockholm 🇸🇪

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